5. Februar 2010

c/o im Neustart: bessere Präsentation der Mönchengladbacher Kunstszene

Abgelegt unter: Kunst-News — admin @ 14:44

Kulturbüro übernimmt die Künstlerförderung mit neuer Mitarbeiterin

Über ein Jahr musste die c/o-Künstlerförderung ohne Personal auskommen. Nach der Wahl des c/o-Machers Hubertus Wunschik zum Bürgermeister in Kröpelin im September 2008 sorgten die Mitarbeiter des Museums Abteiberg dafür, dass zumindest der Atelierrundgang und der Ausstellungskalender weitergeführt wurden. Zum Jahreswechsel übernahm das städtische Kulturbüro c/o. Seit 1. Februar ist auch die Mitarbeiterstelle wieder besetzt.

Unter 88 Kandidaten setzte sich Irina Weischedel in der Bewerbung um das zweijährige Volontariat durch. Die Düsseldorfer Kunsthistorikerin studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Kunstgeschichte, klassische Archäologie und Philosophie. Als Praktikantin wirkte sie bei der Organisation der Nacht der Museen und Galerien in Münster mit, war freie Redakteurin beim „kunst raum münster“ und absolvierte ein Praktikum bei Lumas. Zuletzt war sie in der Kölner „Art Galerie 7“ tätig. Gemeinsam mit dem Leiter des Kulturbüros, Dr. Thomas Hoeps, wird ihre erste Aufgabe darin liegen, das Konzept zur lokalen Kunstförderung neu zu entwickeln.

Bewährtes soll dabei fortgesetzt werden. Der Kalender „Kunst c/o Mönchengladbach“ wird weiterhin vierteljährlich einen Überblick über das aktuelle Ausstellungsgeschehen in den Museen und Galerien geben. Ebenso findet der „parc/ours“ – das Wochenende der offenen Künstlerateliers – auch künftig einmal im Jahr statt.
Ziel der Neukonzipierung ist vor allem eine bessere Präsentation der lokalen Kunstszene. Die Informationen sollen sowohl für Künstler, als auch für Kunstkenner besser zugänglich gemacht werden. Flyer, Kunstkalender und die Homepage „c/o Mönchengladbach“ werden dann ein neues Gesicht bekommen und sollen informativer gestaltet werden. Dadurch soll die Neugier auf das lebendige Kunstgeschehen in Mönchengladbach auch bei Menschen geweckt werden, die mit aktueller Kunst bisher wenig in Berührung gekommen sind.

Als wichtiger Bestandteil der Künstlerförderung soll das aktive Netzwerk stabilisiert werden, damit es auch auf regionaler Ebene zu mehr Kooperation zwischen Künstlern und Ausstellern kommen kann. Stärker in den Vordergrund wird die Vermittlung kostengünstiger Atelierräume rücken. Alle Bemühungen sollen dabei helfen, die Situation der Kunstszene nachhaltig zu verbessern. Vorgestellt wird das neue Konzept im Sommer. Bis dahin wird Irina Weischedel viele Gespräche mit den Künstlern der Stadt geführt haben.

26. Januar 2010

Museum Abteiberg verzeichnet Besucherplus

Abgelegt unter: Kunst-News — admin @ 11:24

Museum Abteiberg verzeichnet Besucherplus 36.000 Kunstinteressierte im vergangenen Jahr: 4.000 mehr als 2008

Über einen neuen Besucherrekord freut sich das Städtische Museum Abteiberg. Insgesamt 36.000 Kunstinteressierte zählte das Museum im vergangenen Jahr. Im Vergleich zum Jahr 2008 waren dies rund 4.000 Besucher mehr. Insgesamt betrachtet konnte das Museum die durchschnittliche Besucherzahl der vergangenen Jahre deutlich verbessern. Zuletzt durfte das Haus 1993 an die 36.000 Besucher begrüßen. Susanne Titz, Direktorin des Städtischen Museums Abteiberg, freut sich über die aktuelle Besucherstatistik und führt die positive Resonanz vor allem auf Großprojekte wie END, die Tunnel-Außenskulptur von Gregor Schneider, und die Ausstellung mit Werken aus der Sammlung Schürmann zurück.

„Darüber hinaus erfreuen sich die so genannten Ersten Sonntage einer großen Beliebtheit. Hier stellen wir erfreulicherweise das ganze Jahr über ein kontinuierliches Interesse fest“. Dank der großzügigen Unterstützung der Stadtsparkasse wird die erfolgreiche Veranstaltungsreihe an jedem ersten Sonntag im Monat in diesem Jahr fortgesetzt. Ein Blick auf die Besucherstatistik zeigt auch, dass zunehmend Schüler und Kunststudenten unter anderem aus Deutschland und den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden das Museum aufsuchen.

8. Januar 2010

Bezirksvorsteher Schiffers will in MG-Nord lebende Künstler fördern

Abgelegt unter: Kunst-News — admin @ 09:37

>столовеseiner ersten Einladung zum Neujahrsempfang will Reinhold Schiffers, Bezirksvorsteher des Stadtbezirkes Nord, für eine Überraschung sorgen. Auf der Vorderseite der Einladungskarte ist ein Bild des in Mönchengladbach arbeitenden niederländischen Künstlers Rob Heijkoop, das den Titel „Die Beraterinnen“ trägt, zu sehen.

„Das hat seinen Grund“, erklärt Schiffers die neue Form der Einladung. „Ich möchte die Schätze im Stadtbezirk heben und die Aufmerksamkeit der Menschen darauf lenken“, sagt er weiter. Einer der Schätze sind für Schiffers die Kreativen der Stadt. Das Bild wird im Laufe des Jahres 2010 auf allen Einladungs- und Glückwunschkarten des Bezirksvorstehers zu sehen sein. Es zeigt vier diskutierende Frauen die ganz offensichtlich nicht einer Meinung sind. Darüber hinaus sehen die dargestellten Frauen auf den ersten Blick wie Engel aus. Beim genaueren Hinsehen fällt dem Betrachter allerdings auf, dass es sich nicht um Flügel auf dem Rücken der Frauen sondern um Haifischflossen handelt. „Diese kleinen versteckten Hinweise haben mir besonders gefallen“ meint Schiffers weiter.

Beim traditionellen Neujahrsempfang am Samstag, 16. Januar, in den Räumen der Neuen Arbeit GmbH, wird eine Auswahl seiner Bilder zu sehen sein. Darüber hinaus ist eine Ausstellung mit Werken des Künstlers im Laufe des Jahres geplant. Rob Heijkoop wurde 1936 in Amsterdam geboren und lebt und arbeitet seit 1978 in Mönchengladbach. Bei der Auswahl des Künstlers hat Schiffers auf die Initiative Kunst c/o, die vom Kulturbüro betreut wird, zurückgegriffen. Im nächsten Jahr wird das Werk eines anderen, im Stadtbezirk Nord wirkenden Künstlers, auf den Karten des Bezirksvorstehers abgebildet sein.

„Tischgespräch“ mit Künstlern

Abgelegt unter: Kunst-News — admin @ 09:35

Finissage zur Ausstellung „Das Gespinst“ am Sonntag, 10. Januar, 12 Uhr, im Museum Abteiberg
Mit einer Finissage endet am kommenden Sonntag, 10. Januar, die Ausstellung „Gespinst“ im Museum Abteiberg, die Arbeiten der in rund 35 Jahren gewachsenen Sammlung von Gaby und Wilhelm Schürmann zeigt. Zum Abschluss der mit großzügiger Unterstützung der Hans Fries Stiftung realisierten Ausstellung findet um 12 Uhr im Vortragssaal des Museums unter dem Titel „Das Gebilde“ ein Tischgespräch mit Monika Baer, Nairy Baghramian, Thomas Locher, Klaus Merkel und weiteren Gästen statt.

Nach dem Zwiegespräch, Werkgespräch und Privatgespräch am 25. Oktober vergangenen Jahres folgt damit nun das Tischgespräch. Dabei geht es um das „Gebilde“ in künstlerischer Arbeit: Wie baut sich eine Arbeit auf, welcher Komplex entsteht, wie beziehen sich Arbeiten aufeinander, wie speisen vorangegangene Arbeiten die neuen? Ebenso wird der Frage nachgegangen, wie sich diese Körper (…“body of work“) bei Nairy Baghramian, Monika Baer, Thomas Locher und Klaus Merkel unterscheiden. Die thematische Idee dieses Gesprächs soll im Frühjahr 2010 in den abschließenden Katalog zur Ausstellung „Das Gespinst“ eingehen.

Die Ausstellung in mehreren Räumen des Hauses gibt einen unvergleichlichen Blick auf die Entwicklung der Gegenwartskunst seit den 1980er Jahren.

Als Gastkurator ist Wilhelm Schürmann im Museum Abteiberg aktiv geworden und hat zusammen mit dem Museumsteam eine gespinstartige Inszenierung quer durch die Schauräume des Hauses anlegt. Zu sehen sind Werke von Monika Baer, Nairy Baghramian, Andrea Bowers, Meg Cranston, Kate Davis, Joanne Greenbaum, Rachel Harrison, Richard Hawkins, Mike Kelley, Martin Kippenberger, Zoe Leonard, Cady Noland, Albert Oehlen, Roseline Rannoch, Cathy Wilkes und vielen anderen.

Rund 80 Werke und Ensembles werden noch bis Sonntag gezeigt, sowohl ganz neue Erwerbungen von Künstlerinnen und Künstlern der jüngsten Generation, als auch Schlüsselwerke der Sammlung Schürmann aus den 80er und 90er Jahren, deren Bezüge zu Werken der eigenen Museumssammlung spektakuläre Konstellationen erlauben: u.a. „Metal Fence“ und „Frame Device“ von Cady Noland, „Dirty Data“ von Julia Scher, „Modell Interconti“ von Martin Kippenberger“, die Serie „Paintings in Time“ von Mike Kelley, „No Sound Chair Piece“ von Angela Bulloch, „No No No“ von Mark Grotjahn, „Mouth Open Teeth Showing“ von Zoe Leonard oder „Reading Machine for Lenz“ von Rodney Graham.

12. Dezember 2009

Kinder besuchten Künstler

Abgelegt unter: Kunst-News — admin @ 10:42

Kindertagesstätte „Mühlenkinder“ schnupperten Atelierluft

Große Ledersofas, riesige Teppiche dazwischen zwei große Leinwände und viele junge Künstler. So lässt sich der Besuch der städtischen Kindertagesstätte „Mühlenkinder“ aus Güdderath im Atelier der Kreidekünstler Gregor Wosik und Anke Ludewig auf der Schloßstraße beschreiben. Sina fasziniert das Atelier besonders, „Der kann hier sogar in der Luft schlafen“ beschreibt sie eine zweite Ebene.
Joel kichert und zeigt seine bunten Finger vor: „Meine Hände sind jetzt auch ein Kunstwerk“.

Erzieherin Claudia Rademacher, die in ihrer Gruppe das Projekt „Jeder kann ein Künstler sein“ durchführt, ist begeistert: „Die Kinder sind ganz konzentriert und entwickeln in der Atmosphäre des Ateliers vielfältige Ideen. Kreative Prozesse zu fördern, ist für die kindliche Entwicklung von großer Bedeutung. Sie befähigt Kinder Lösungsstrategien zu entwickeln und regt Bildungsprozesse an.“ Am Ende steht für alle fest, dies war erst der Anfang einer Zusammenarbeit und die Kinder laden die beiden Künstler in ihr „Kieselgruppen-Atelier“ ein.

Die richtigen Töne zum passenden Bild

Abgelegt unter: Kunst-News — admin @ 10:41

Ausstellung „Anverwandlungen“ im Museum Schloss Rheydt zeigt Arbeiten von Studenten der Hochschule Niederrhein

Im Städtischen Museum Schloss Rheydt bekommen Besucher ab kommenden Sonntag was auf die Ohren. Gemeint sind damit Audio-Guides in Form von MP-3-Playern, die Sound- und Textuntermalung zur aktuellen Ausstellung „Anverwandlungen: Klangbilder-Bilderklänge“ liefern. Sie geht aus einem Seminarprojekt des Fachbereichs Sozialwesen an der Hochschule Niederrhein unter der Leitung der Professoren Theodor M. Bardmann und Ulrich Einbrodt hervor, bei dem sich 25 Studentinnen und Studenten der Studiengänge Kultur- und Sozialpädagogik in 13 Gruppen mit dem Wechselverhältnis von Mensch, Natur und Kultur intensiv auseinandergesetzt haben.

Was machen wir mit der Welt und was macht sie mit uns? Wie wirkt sich unser Handeln auf die Natur aus und holt sich die Natur das wieder zurück, was der Mensch ihr genommen hat? Wie schreibt sich die Kultur in die Natur und unsere Körper ein? Dies sind nur einige Fragen, die von den Kulturpädagogen in den Fotografien, Klangcollagen und Objekten aufgegriffen wurden. „Damit bieten wir so eine Art Parallelaktion zum derzeitigen Klimagipfel in Kopenhagen an“, schmunzelt Professor Dr. Theodor M. Bardmann. Das Ergebnis der kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema sind teilweise sprechende und akustisch eingerahmte Bilder, vertonte Fotos, Installationen und Kurzfilme, in denen es um das Zusammenspiel von Fotografie und Klang geht – „Anverwandlungen“ eben.

So hat Birte Bungardt die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft fotografisch umgesetzt und ihnen akustische Kontrapunkte gegenüber gestellt: Zur schwebenden Frau hört der Betrachter den Lärm eines Flugzeuges. In den großformatigen Fotos von Anna Gerbothe gehen Mensch und Natur in Form, Farbe und Muster eine Art Symbiose ein. Klanglich werden die Betrachter auch hier in das Foto entführt.

Claudia Moll ist mit Fotocollagen und ergänzenden Tondateien vertreten. Ihre mit unterschiedlichen Materialien strukturierten Fotos zeigen Landschaften und Verfremdungen, die mit Naturgeräuschen und lyrischen Texten untermalt werden. Und wie Musik Bilder, damit auch Sehgewohnheiten beeinflusst, stellt Simon Tressin unter Beweis. Zur Eröffnung am Sonntag, 13. Dezember, 11.30 Uhr, führt er die musikalische Performance „Translation“ auf.

Mit der Ausstellung setzt das Städtische Museum Schloss Rheydt die bewährte enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein fort. Bereits vor eineinhalb Jahren haben Studenten ihre Arbeiten – damals waren es großformatige Triptiychen zwischen Bäumen – im Museum ausgestellt. „Schon seit zwei Jahrzehnten kooperieren wir eng mit den Studenten der Hochschule zusammen und bieten ihnen ein Forum“, freut sich Dr. Klaus Möhlenkamp vom Museum Schloss Rheydt. Ausstellungen wie „Der rote Faden“ oder „Designpool I und II“ sind vielen noch in guter Erinnerung.

9. Dezember 2009

Durch die Garage ins Museum Abteiberg

Abgelegt unter: Kunst-News — admin @ 10:22

Am Samstag, 12. Dezember, wird Gregor Schneiders jüngstes Außenprojekt „Gara-ge 2009“ eröffnet

Verwundert reiben sich Passanten die Augen: Was hat eine Garage, die auf einer Rasen-Freifläche unmittelbar an das Museum Abteiberg angrenzt, zu suchen? Die Antwort hat Museumschefin Susanne Titz parat: „Durch die Garage findet der Museumsbesucher Zugang zum „Kaffeezimmer“ des Rheydter Künstlers Gregor Schneider, dem das Museum im Untergeschoss derzeit mit einer Präsentation mehrerer Räume seines Projektes „Haus U R“ eine Ausstellung widmet. Die Garage selbst ist das jüngste Außenprojekt von Gregor Schneider. Was sich in der Garage verbirgt, erfährt die Öffentlichkeit erst am kommenden Samstag, 12. Dezember, wenn um 12 Uhr das Tor der Garage und mithin der Zugang zum Museum geöffnet wird. Nach dem Abbau der monumentalen Außenskulptur E N D im vergangenen September wird es ab 12. Dezember erneut einen besonderen Museumseingang des Künstlers Gregor Schneider am Abteiberg geben. Nach individueller Voranmeldung ist es möglich, per Schlüssel eine Garage neben dem Museumsparkplatz zu betreten und durch diese hindurch in die Sammlungsräume des Künstlers zu gelangen. Gregor Schneiders Skulptur „ Garage 2009“ tritt mit der Ironie eines „falschen“ Anbaus auf. Unmittelbar an die großzügige Shed-Architektur des Museums angesetzt, verkörpert die Garage den Gegensatz der gewöhnlichen Alltagsbauwelt: Plan- und autorenlose Nutzarchitektur, Stückwerk für einzelne Verwendungen, auffindbar in den Hinterhöfen und Vororten der Stadt, gleichermaßen in der Nachkriegsbebauung der Nachbarschaft dieses Museums.
„Interessanterweise wird man nun erleben, dass sich Gregor Schneider weiterhin mit dem Museum Abteiberg beschäftigt und eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Institution Museum betreibt“, so Susanne Titz. Die vom Künstler gestalteten Sammlungsräume – darin das Kaffeezimmer und andere Räume aus dem Haus u r - erhalten erneut eine eigene Existenz: vermeintlich außerhalb der Institution, als ein Künstlermuseum, das einer fortwährenden gedanklichen Auseinandersetzung folgt und weiterhin nur über Aufzug mit dem übrigen Museum verbunden sein wird.
Wie bereits bei seinem Dauerprojekt „Haus U R“ verbindet Gregor Schneider mit „Garage 2009“ eine Kindheitserinnerung. In seiner Straße habe er als kleiner Jungen beobachtet, so Susanne Titz erläuternd, wie sich der Inhaber der Garage in seinem dort geparkten Wagen oftmals betrank“. Bereits 2002 zeigte Schneider in Düren eine Doppelgarage, eine weitere wurde in der Hamburger Kunsthalle ausgestellt.
Die Skulptur „Garage 2009“ wurde mit Hilfe privater Förderer und engagierter Unternehmer realisiert: Rosi und Rudolf Dahmen, Architekturbüro Volker Bierbaum, Immo-Plan Consulting, Statikbüro Enseling, Fensterbau Lumme GmbH, Rieck & Lingen Bedachungen GmbH, Baustoffe Sieben, Firma H. Herzog KG und Firma Kiefert GmbH.

3. Dezember 2009

Museum Abteiberg genießt völlig überraschende und großartige Unterstützung

Abgelegt unter: Kunst-News — admin @ 10:30

Hans Fries Stiftung stellt langfristig Stiftungskapital von mehreren Millionen Euro zur Verfügung

pmg. Das Städtische Museum Abteiberg hat einen weiteren großzügigen Förderer gefunden. Im Sommer 2008 wurde in Köln die Hans Fries Stiftung gegründet, ausschließlich mit dem Ziel, das Museum Abteiberg zu fördern. Der 1923 in Mönchengladbach geborene und heute an der Sieg lebende Stifter widmet sein Vermögen dem Museum. Die Stiftung soll langfristig über ein Stiftungskapital von einigen Millionen Euro verfügen. Nach dem ausdrücklichen Wunsch von Hans Fries, der 1982 die Jungenthal-Werke in Kirchen an der Sieg kaufte und sich dem Museum verbunden fühlt, soll die Stiftung zusätzliche Museumsmittel erzeugen, die öffentliche Hand allerdings keinesfalls aus ihrer Verantwortung entlassen. „Mit seinem Vermächtnis will er die konsequent gegenwartsbezogene Programmatik und die weltweit renommierte Sammlung des Museums Abteiberg deutlich sichtbar stärken. “, freut sich Museumsdirektorin Susanne Titz.

„Bereits in diesem Jahr profitierten die Vorhaben des Museums von dieser großartigen und vollkommen überraschend erschienenen privaten Unterstützung“, so Susanne Titz weiter mit Blick auf das Ausstellungsprojekt und Künstlerbuch von Luis Jacob, das Projekt E N D von Gregor Schneider, die Ausstellung „Das Gespinst“ der Sammlung Schürmann und den Ankauf einer Skulptur von Rita McBride.

Oberbürgermeister Norbert Bude betrachtet die noch junge Stiftung „als Glücksfall für Mönchengladbach“. Weiter sagte er bei der Bekanntgabe der Stiftung:“ Mit Hilfe dieser Stiftung ist das international renommierte Museum noch eher in der Lage, seine Positionen in der Museumslandschaft auszubauen. Die Stiftung ist von einer beachtlichen Größenordnung. Ohne diese Unterstützung wäre vieles nicht möglich“.

Hans Fries, der von sich aus den Kontakt zum Museum Abteiberg suchte, versteht sein Engagement als Zeichen der Wertschätzung der konsequenten Sammlungsgeschichte und Ankaufspolitik gegenüber.

Erster Sonntag im Museum Abteiberg

Abgelegt unter: Kunst-News — admin @ 10:28

Am Nikolaustag, 6. Dezember; Stadtsparkasse unterstützt auch im nächsten Jahr die Veranstaltungsreihe

Am kommenden Sonntag, 6. Dezember, lädt das Museum Abteiberg wieder Jung und Alt zu einem eintrittsfreien Besuch ein. Dies wird auch 2010 so bleiben, denn die Sparkasse Mönchengladbach hat ihre Unterstützung auch für das nächste Jahr zugesagt. Seit den ersten offenen Sonntagen 2005 haben bereits mehrere Zehntausend Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mönchengladbach die Möglichkeit zum kostenlosen Museumsbesuch genutzt.

Am 6. Dezember schickt die Sparkasse sogar einen ihrer Nikoläuse ins Museum Alle Besucher, vor allem natürlich die kleinen, erhalten nicht nur ein schönes Geschenk, sondern können sich auch mit dem Nikolaus fotografieren lassen und das große Foto sofort mit nach Hause nehmen. Der Nikolaus wird von 10 bis 15 Uhr im Foyer auf die Kinder warten. Natürlich gibt es darüber hinaus wieder stündlich kostenlose Führungen für Erwachsene durch die Sammlung. Die Kinderaktion in der Malklasse von 10 bis 15 Uhr steht unter dem Thema „gestern-heute-morgen“. Malerisch gibt es eine Zeitreise in Vergangenheit und Zukunft. Die Aktion ist für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren gedacht. Das Museumscafé ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

26. November 2009

Außenprojekt von Gregor Schneider: „Garage 2009“

Abgelegt unter: Kunst-News — admin @ 09:32

Nach dem Abbau der monumentalen Außenskulptur E N D im vergangenen September wird es ab 12. Dezember erneut einen besonderen Museumseingang des Künstlers Gregor Schneider am Museum Abteiberg geben. Nach individueller Voranmeldung ist es möglich, per Schlüssel eine Garage neben dem Museumsparkplatz zu betreten und durch diese hindurch in die Sammlungsräume des Künstlers zu gelangen. Gregor Schneiders Skulptur Garage tritt mit der Ironie eines „falschen“ Anbaus auf. Unmittelbar an die großzügige Shed-Architektur des Museums angesetzt, verkörpert die Garage den Gegensatz der gewöhnlichen Alltagsbauwelt: Plan- und autorenlose Nutzarchitektur, Stückwerk für einzelne Verwendungen, auffindbar in den Hinterhöfen und Vororten der Stadt, gleichermaßen in der Nachkriegsbebauung der Nachbarschaft dieses Museums.

Interessanterweise wird man nun erleben, dass sich Gregor Schneider weiterhin mit dem Museum Abteiberg beschäftigt und eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Institution Museum betreibt. Die vom Künstler gestalteten Sammlungsräume - darin das Kaffeezimmer und andere Räume aus dem Haus u r - erhalten erneut eine eigene Existenz: vermeintlich außerhalb der Institution, als ein Künstlermuseum, das einer fortwährenden gedanklichen Auseinandersetzung folgt und weiterhin nur über Aufzug mit dem übrigen Museum verbunden sein wird.

Die Skulptur „Garage“ wurde mit Hilfe privater Förderer und engagierter Unternehmer realisiert: Rosi und Rudolf Dahmen, Architekturbüro Volker Bierbaum, Immo-Plan Consulting, Statikbüro Enseling, Fensterbau Lumme GmbH, Rieck & Lingen Bedachungen GmbH, Baustoffe Sieben sowie Firma H. Herzog KG und Firma Kiefert GmbH.

Oberbürgermeister Norbert Bude wird anlässlich der Präsentation von Gregor Schneiders „Garage“ zum Pressetermin ein besonderes Dankwort an die vielzähligen Förderer des Museums Abteiberg im Jahr 2009 richten. Ein besonderer Hinweis sei gegeben auf die Hans Fries Stiftung, welche seit Beginn dieses Jahres eine neuartige Unterstützung für das Programm des Museums Abteiberg leistet und nunmehr durch ein persönliches Wort des Oberbürgermeisters vorgestellt werden soll.

Erste Abbildungsvorlagen zum Projekt Garage von Gregor Schneider sind bereits jetzt auf der Website unter www.museum-abteiberg.de. zu sehen.